Ichimoku Cloud (Ichimoku Kinko Hyo)
Technische IndikatorenEin umfassender japanischer Indikator, der Unterstützung/Widerstand definiert, Trendrichtung identifiziert, Momentum misst und Handelssignale liefert. Die "Wolke" (Kumo) ist der schattierte Bereich zwischen Senkou Span A und B.
Was ist die Ichimoku Cloud?
Ichimoku Kinko Hyo, was "Gleichgewichts-Chart auf einen Blick" bedeutet, wurde von Goichi Hosoda entwickelt. Er besteht aus fünf Linien: Tenkan-sen (Conversion Line, 9-Perioden-Mittelpunkt), Kijun-sen (Base Line, 26-Perioden-Mittelpunkt), Senkou Span A (Durchschnitt von Tenkan und Kijun, 26 Perioden vorausgeplottet), Senkou Span B (52-Perioden-Mittelpunkt, 26 Perioden voraus), und Chikou Span (aktueller Schluss, 26 Perioden zurückgeplottet). Der Bereich zwischen Senkou Span A und B bildet die "Wolke".
Die Wolke lesen
Kurs über der Wolke ist bullish. Darunter ist bearish. In der Wolke ist neutral/übergehend. Die Wolke selbst wirkt als dynamische Unterstützung und Widerstand. Eine dicke Wolke ist schwerer zu durchbrechen als eine dünne. Liegt Senkou Span A über Span B, ist die Wolke bullish (typisch grün). Darunter bearish (rot).
Handelssignale
Die stärksten Ichimoku-Signale treten auf, wenn mehrere Elemente übereinstimmen: Kurs über der Wolke, Tenkan über Kijun, Chikou Span über dem Kurs von vor 26 Perioden und eine bullische Wolke voraus. Der Tenkan/Kijun-Crossover liefert das Einstiegs-Timing. Ichimoku funktioniert am besten auf Tages- und Wochen-Charts für Paare wie USD/JPY, wo er intensiv von japanischen institutionellen Tradern genutzt wird.
Verwandte Begriffe
Gleitender Durchschnitt (Moving Average)
Ein weit verbreiteter Indikator, der Kursdaten glättet, indem er den durchschnittlichen Schlusskurs über eine bestimmte Anzahl von Perioden berechnet. Gleitende Durchschnitte helfen, Trends und potenzielle Unterstützungs-/Widerstandsniveaus zu erkennen.
Exponentieller gleitender Durchschnitt (EMA)
Ein gleitender Durchschnitt, der jüngsten Kursen mehr Gewicht gibt und dadurch schneller auf neue Informationen reagiert als der SMA. Häufig verwendete Perioden sind 12 und 26 (die Basis des MACD).