Detrended Price Oscillator (DPO)
Technische IndikatorenEin Indikator, der den Trend aus Kursdaten entfernt, um Zyklen und Überkauft/Überverkauft-Bedingungen innerhalb des Zyklus zu identifizieren.
Was ist der Detrended Price Oscillator?
Der Detrended Price Oscillator (DPO) entfernt den zugrunde liegenden Trend, um den zyklischen Rhythmus des Kurses freizulegen. Er vergleicht den Schlusskurs mit einem Einfacher gleitender Durchschnitt (SMA), der um die halbe Periode plus einen Balken nach hinten verschoben ist. Die Standardperiode ist 20. Durch das Entfernen des Trends hilft der DPO, regelmäßige Oszillationen (Zyklen) im Kurs zu erkennen, die Trendfolgeindikatoren verbergen.
Mit DPO Zyklen finden
Die primäre Nutzung ist die Zyklusidentifikation. Messen Sie den Abstand zwischen aufeinanderfolgenden DPO-Hochs, um die dominante Zykluslänge zu schätzen. Zeigt EUR/USD DPO-Hochs alle 15-20 Balken auf einem Tages-Chart, können Sie das nächste Zyklushoch in etwa 15-20 Tagen erwarten.
Praktische Anwendung
Der DPO eignet sich am besten als ergänzendes Timing-Werkzeug. Haben Sie eine Zykluslänge identifiziert, nutzen Sie andere Indikatoren wie RSI (Relative-Stärke-Index) oder Stochastik-Oszillator, um Einstiege innerhalb des Zyklus zu timen. Der DPO hilft auch bei der Überkauft/Überverkauft-Bewertung: Erreicht der DPO ähnliche Niveaus wie seine jüngsten Hochs, könnte die zyklische Komponente bereit sein, nach unten zu drehen.
Verwandte Begriffe
Rate of Change (ROC)
Ein Momentum-Oszillator, der die prozentuale Kursänderung zwischen der aktuellen Periode und einer bestimmten Anzahl von Perioden zuvor misst. Positive Werte zeigen Aufwärtsmomentum, negative Abwärtsmomentum.
Momentum-Indikator
Ein einfacher Oszillator, der die Differenz zwischen dem aktuellen Kurs und dem Kurs vor einer bestimmten Anzahl von Perioden misst. Er oszilliert um die Nulllinie.
Gleitender Durchschnitt (Moving Average)
Ein weit verbreiteter Indikator, der Kursdaten glättet, indem er den durchschnittlichen Schlusskurs über eine bestimmte Anzahl von Perioden berechnet. Gleitende Durchschnitte helfen, Trends und potenzielle Unterstützungs-/Widerstandsniveaus zu erkennen.