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RSI (Relative-Stärke-Index)

Technische Indikatoren

Ein Momentum-Oszillator, der die Geschwindigkeit und das Ausmaß jüngster Kursänderungen auf einer Skala von 0 bis 100 misst. Werte über 70 deuten auf überkaufte, unter 30 auf überverkaufte Bedingungen.

Was ist der RSI?

Der Relative Strength Index (RSI), entwickelt von J. Welles Wilder 1978, vergleicht das Ausmaß jüngster Gewinne mit jüngsten Verlusten über eine Standardperiode von 14. Das Ergebnis oszilliert zwischen 0 und 100. Überschreitet der RSI 70, gilt das Paar als überkauft, was bedeutet, dass es möglicherweise zu schnell gestiegen ist. Unter 30 zeigt überverkaufte Bedingungen an, was auf einen potenziellen Rückprall hindeutet.

RSI im Forex-Trading nutzen

Der einfachste Ansatz: Long-Einstiege suchen, wenn der RSI unter 30 fällt und wieder dreht, und Short-Einstiege, wenn er über 70 steigt und zurückdreht. Eine mächtigere Technik ist die RSI-Divergenz: Wenn der Kurs ein neues Hoch macht, der RSI aber ein tieferes Hoch, signalisiert das nachlassendes Momentum. Dies funktioniert auf jedem Paar und Zeitrahmen, wobei der Tages-Chart bei EUR/USD, GBP/USD und USD/JPY die zuverlässigsten Signale liefert.

Wichtig: In starken Trends kann der RSI längere Zeit über 70 oder unter 30 bleiben. Überkauft/überverkauft-Signale als Umkehreinstiege gegen einen starken Trend zu nutzen, ist einer der häufigsten Fehler bei Anfängern.

RSI-Einstellungen und Varianten

Während 14 Perioden der Standard sind, erhöhen kürzere Einstellungen (7 oder 9) die Sensitivität für Scalping, und längere (21 oder 25) glätten Signale für Swing-Trading. Manche Trader nutzen 80/20 statt 70/30 als Schwellenwerte. Der RSI harmoniert gut mit Trendfolgern wie Gleitender Durchschnitt (Moving Average) oder MACD (Moving Average Convergence Divergence).