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MACD (Moving Average Convergence Divergence)

Technische Indikatoren

Ein trendfolgender Momentum-Indikator, der die Beziehung zwischen zwei exponentiellen gleitenden Durchschnitten zeigt. MACD-Linie, Signallinie und Histogramm helfen, Trendrichtung und Momentum-Wechsel zu erkennen.

Was ist der MACD?

Der MACD, entwickelt von Gerald Appel, besteht aus drei Komponenten. Die MACD-Linie ist die Differenz zwischen dem 12er und 26er Exponentieller gleitender Durchschnitt (EMA). Die Signallinie ist ein 9-Perioden-EMA der MACD-Linie. Das Histogramm zeigt den Abstand zwischen MACD-Linie und Signallinie. Liegt die MACD-Linie über der Signallinie, ist das Momentum bullish, darunter bearish.

MACD-Handelssignale

Das primäre Signal ist ein Crossover: Kreuzt die MACD-Linie die Signallinie nach oben, deutet das auf bullisches Momentum (potenzieller Kauf). Kreuzt sie nach unten, bearisches Momentum (potenzieller Verkauf). Ein zweites Signal kommt von der Nulllinie: Über null dreht der kurzfristige Trend bullish, unter null bearish. Das stärkste Signal ist die Divergenz: Erreicht EUR/USD ein neues Hoch, der MACD aber ein tieferes Hoch, könnte der Aufwärtstrend erschöpft sein.

Wichtig: MACD-Histogramm-Hochs und -Tiefs eilen dem Kurs oft voraus. Ein schrumpfendes Histogramm (kürzer werdende Balken) signalisiert nachlassendes Momentum, selbst wenn sich der Kurs noch in Trendrichtung bewegt.

MACD-Einstellungen und Best Practices

Die Standardeinstellungen 12, 26, 9 funktionieren gut auf Tages-Charts für Swing-Trading. Für schnellere Signale auf niedrigeren Zeitrahmen versuchen Sie 5, 13, 1. Der MACD ist von Natur aus ein nachlaufender Indikator. Er glänzt in Trendmärkten, liefert aber unzuverlässige Signale in Seitwärtsphasen. Kombinieren Sie den MACD mit RSI (Relative-Stärke-Index) oder Bollinger-Bänder.