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Hebel (Leverage)

Trading-Grundlagen

Ein Mechanismus, mit dem Sie eine größere Position als Ihre Einlage kontrollieren können. Ausgedrückt als Verhältnis wie 1:30.

Was ist Hebel (Leverage) im Forex?

Der Hebel ermöglicht es Ihnen, mit einer relativ kleinen Einlage, der sogenannten Margin, eine große Position am Markt zu kontrollieren. Bietet Ihr Broker einen Hebel von 1:30, können Sie mit nur 1.000 EUR eine Position von 30.000 EUR eröffnen. Der Hebel verstärkt sowohl potenzielle Gewinne als auch potenzielle Verluste gleichermaßen.

Gängige Hebelverhältnisse

Die Hebelgrenzen variieren je nach Rechtsordnung. Unter den ESMA-Regeln (EU, EWR) sind Retail-Trader auf 1:30 bei Major-Paars und 1:20 bei Minor-Paars begrenzt. In Deutschland gelten die BaFin-Vorgaben, die den ESMA-Regeln entsprechen. In den USA liegt die Grenze bei 1:50. Einige Offshore-Broker bieten bis zu 1:500 oder höher an, doch höherer Hebel bedeutet höheres Risiko eines schnellen Kontoverlusts.

Wichtig: Bei einem Hebel von 1:30 vernichtet eine ungünstige Bewegung von 3,33 % Ihre gesamte Margin. Bei 1:500 reicht eine Bewegung von nur 0,2 %. Ein höherer Hebel erhöht nicht den Gewinn pro Pip, sondern die Größe der Position, die Sie eröffnen können.

Verantwortungsvoller Umgang mit dem Hebel

Die Verfügbarkeit eines hohen Hebels bedeutet nicht, dass Sie ihn voll ausschöpfen sollten. Professionelle Trader nutzen in der Regel einen effektiven Hebel von 5:1 bis 10:1, auch wenn höhere Verhältnisse verfügbar sind. Entscheidend ist, Ihre Positionsgröße anhand des Stop-Loss-Abstands und Ihrer Risikotoleranz zu bestimmen. Unser Margin-Rechner zeigt genau, wie viel Margin Sie für jede Positionsgröße und jedes Hebelverhältnis benötigen.